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Wie haltet Ihr´s mit Otakar Ševčík?

Fragezeichen - die Mittwochsfrage auf violinorum.deDie Lehrwerke des tschechischen Violinisten Otakar Ševčík gehören nach wie vor zu den beliebtesten relevantesten Schulen, die Streicher im Laufe ihrer Entwicklung begleiten, und das nicht nur in ihren Jugendjahren. Garantiert haben auch viele von Euch intensive Erinnerungen an den ersten, zweiten und vielleicht auch dritten Kontakt mit Ševčík.

Bei mir persönlich hat der Groschen auch ziemlich lange gebraucht, bis er endlich gefallen war, und meine damalige Lehrerin hatte allen Grund zur Verzweiflung … Der Knoten ging erst viel später wirklich auf – auch das ein Effekt, den sicher viele kennen: Solange man “Ševčík muss”, führt kein Weg rein – später aber mag sich eine regelrechte Sucht entwickeln.

Liegt es daran, dass diese Übungen eine Weile im Unterbewusstsein wirken müssen, bevor sie zu greifen beginnen? Oder daran, dass man vielleicht etwas mehr persönliche Reife vertragen kann, bevor man die Technik als Technik schätzen lernt? Oder gibt es Ševčík-Zugänge für Kinder, die mir einfach verschlossen geblieben sind?

Wie auch immer: Op. 8 für Cello war mein steiniger Weg in diese Welt, und ist heute (in einigen Lieblingsstücken) praktisch jederzeit abrufbar – als Einspielübung, als Helferlein zur Bewältigung schwieriger Passagen, und auch einfach für meditative Expeditionen übers Instrument zwischendurch.

Und Ihr?

Mal abgesehen von der plakativen Fragestellung der Umfrage: Welches Opus hat Euch besonders genervt und/oder weitergebracht, was ist geigerisches täglich Brot geworden? Wie übt Ihr Ševčík, wie lehrt Ihr mit Ševčík? Gibt es andere Werke, die Ihr bevorzugt, oder ist er einfach unverzichtbar? Habt Ihr mit diesem Kapitel abgeschlossen, oder seid Ihr nachhaltig dabei geblieben?

Die heutige Mittwochsfrage darf übrigens zwei Wochen halten – dem Meister zu Ehren 😉 und einer kleinen Sommerpause wegen.

Umfrage Sevcik

Umfrageergebnis

Author:

nce

Nils-Christian Engel ist begeisterter Amateur-Cellist

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