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Steg umgefallen – HILFE!

Liebes Forum, lange lange bin ich nicht hier gewesen 😮 jetzt aber habe ich wieder eine dringende Frage! Der Steg an meiner Geige ist umgefallen! Ich habe mal versucht an den Wirbeln zu stimmen … das macht normaler Weise mein Lehrer und ich stimme nur mit den Feinstimmern … und wahrscheinlich habe ich sie zu locker gedreht, sie sind beim Stimmen gelöst und da waren die Saiten natürlich locker … Ihr versteht was ich meine. Was mach ich jetzt?? Mein Lehrer ist diese Woche nicht da und wir machen keinen Unterricht. Soll ich morgen zum Geigenbauer gehen, oder kann ich das selber machen? Worauf muss ich aufpassen, kann da was kaputt gehen? Danke danke für Eure Hilfe!!!

Autor:

Mitglied von violinorum.de

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hehsu

    Hallo Mucky, bitte nicht selber machen! Gehe auf jeden Fall morgen zum Geigenbauer, für ihn ist das eine Kleinigkeit, das geht ganz schnell. Achte darauf, ob der Stimmstock noch steht (fällt im Normalfall nicht um, nur weil der Steg einmal liegt, aber trotzdem vorsichtig sein).

    Es kann nicht viel kaputt gehen, wenn du den Steg selbst wieder aufstellst, aber der Geigenbauer weiss ganz genau, wo und wie er ihn hinstellen muss, dass es wirklich passt. Du weisst ja, wegen Klang und Saitenabstand usw….

    Liebe Grüße,
    Susanne

  2. Danke für Eure Antworten und besonders für die ausführliche Anleitung! Ich war lieber vorsichtig. Ein Geigenbauer hat das wirklich in ein Paar Minuten erledigt. Und er hat sogar noch die Wirbel mit irgendetwas eingerieben damit sie besser halten. Na ich bin gespannt!!

  3. Jean Trouvaille

    Als Geigenbauer war ich versucht zu sagen: das kann man selbst machen. Aber Susanne mag recht haben: man sollte wissen worauf man achten muß.
    Ein freundlichen Geigenbauer macht das in 3 Minuten kostenlos und zeigt dabei gleich, worauf es ankommt.

    Die Mensur der Geige gibt die Stegpostion in der Länge vor. 195mm ab Rand (inclusive) bis zur Stegpostion. Meist die die durch Jahrelanges verläßliches „Rumstehen“ des Steges gut erkennbar.

    Postion zum Griffbrett. Den beiden Griffbrettkanten e und G-Saite entlang schauen und auf den Steg „zielen“ – gleiche Abstände einrichten. Dazu können die Saiten ja drauf sein – nur nicht voll gespannt. Bild …

    Postion des Steges zur Oberfläche der Decke: 90° nach hinten (Saitenhalter) und entsprechend etwas mehr nach vorne (da gewölbte Oberfläche). Bild …

    In die Saitenkerben mache ich eine trockene Seife, damit die Saiten besser durchrutschen beim Stimmen. Sonst nehmen sie immer den Steg mit – bis er fällt. Auf die Sohlen des Steges mache ich Kreide, damit der unten rutschfest steht.

    Beim Stimmen (besonder neue Saiten aufziehen oder nach umgekippten Steg wieder aufstellen….) immer darauf achten, dass er gerade bleibt. Mit zwei!! Daumen läßt er sich gefahrlos korrigieren. Bild …

    Wenn man darauf achtet, dass er immer gerade steht, kann der Steg fast ewig halten. Wenn er einmal krumm und verzogen ist, wird er immer krummer und fällt auch so irgendwann um.

    Man sollte vermeiden, dass er noch einmal umfällt, darf es aber durchaus wagen. Wenn man dann unsicher ist hilft ein Geigenbauer oder die Lehrerin schnell.

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