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Beinchen

„Beinchen“ ist der lustige Name des Griffs an der Spannschraube, mit der ein Streichbogen gespannt wird. Es ist bei hochwertig ausgestatteten Bögen oft mehrteilig, z. B. aus Ebenholz und Metallringen gefertigt, nicht selten mit einer Perlmutteinlage auf der Endfläche.

Anschäfter

Der Anschäfter ist eine komplizierte Reparatur, bei der der Hals eines Streichinstrumentes ausgetauscht wird, Wirbelkasten und Schnecke aber erhalten bleiben und mit dem neuen Hals wieder verbunden werden. Viele alte Geigen haben Anschäfter, teils als Reparatur zurückliegender Beschädigungen, teils als Teil von Umbau-Maßnahmen, z. B. bei …

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Bassbalken

Der Bassbalken ist eine Holzleiste, die bei Streichinstrumenten auf der Innenseite der Decke eingeleimt wird und sowohl für deren Stabilität als auch für das Schwingungsverhalten des Instruments von Bedeutung ist. Er wird in Längsrichtung, also dem Saitenverlauf folgend angebracht und verläuft unter dem linken Stegfuß.

Ausbuchser

Der Ausbuchser ist eine Reparatur des Wirbelkastens, bei der neue Wirbellöcher gebohrt werden. Dies ist erforderlich, wenn die alten Wirbellöcher durch Nutzung zu weit geworden sind oder wenn ihre Position verändert werden muss. Beim Ausbuchsen werden die Wirbellöcher zunächst durch passgenau zugeschnittene, zylinderförmige Holzstäbe verschlossen, die …

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Aufstrich

Als Aufstrich wird die Strichart bezeichnet, bei der der Bogen nach links, in der Richtung Spitze-Frosch bewegt wird. Der Strich in Gegenrichtung heißt Abstrich. Der Aufstrich wird bei Instrumenten der Violinfamilie vorwiegend für unbetonte Zählzeiten eingesetzt, z. B. für Auftakte.

Kohlefaserbogen, Carbonbogen

Der sog. Carbonbogen ist ein Streichbogen aus Kohlefaser, der Ende der 1980er Jahre entwickelt wurde, nach Vorläufern aus anderen Verbund-Werkstoffen. Wegen ihres oft günstigeren Preis- Leistungsverhältnis haben sich Carbonbögen zu beliebten Alternativen zu klassischen, aus Fernambuk oder Brasilholz gefertigten Bögen entwickelt und werden auch aus ökologischen …

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Bratsche (Viola)

Die Bratsche oder Viola ist ein Streichinstrument, das mit der Geige, dem Violoncello und dem Kontrabass zur sog. Violinfamilie gehört und dort die Alt-Stimmlage vertritt. Sie gleicht der Geige in Bau- und Spielweise, ist aber deutlich größer mit Korpuslängen zwischen ca. 38 und 46 cm, während …

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Bogen, Streichbogen

Der Streichbogen dient der Klangerzeugung bei Streichinstrumenten, die durch den Strich oder durch Klopfen mit der Bogenstange geschehen kann. Er besteht aus einer Hartholz-Stange, historisch meist aus Fernambuk, Brasilholz oder Schlangenholz, in jüngerer Zeit aber auch häufig aus Verbundwerkstoffen wie Kohlefaser (sog. Carbonbogen). An der Stange …

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Boden

Der Boden ist die Rück- bzw. Unterseite eines Streichinstruments, die mit durch die Zargen mit der gegenüberliegenden Decke verbunden und wie diese gewölbt ist. Im Gegensatz zur Decke, die mit den Schallöchern durchbrochen gearbeitet ist, ist der Boden geschlossen. Im europäischen Geigenbau wird er meist aus …

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Cellostachel

Der Cellostachel ist ein aus Metall oder Verbundwerkstoffen hergestellter Stab mit Spitze, der an der Unterseite des Violoncellos angebracht ist und es beim Spiel auf dem Boden abstützt. Er wurde im frühen 19. Jahrhundert üblich, zuvor spielte man das Cello eingeklemmt zwischen den Beinen wie größere …

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Ahorn (Bergahorn, Riegelahorn)

Bergahorn (Acer pseudoplatanus) gehört zu den beliebtesten Materialien im Instrumentenbau und wird bei Streichinstrumenten traditionell zur Herstellung von Boden, Zargen, Hals, Schnecke und Steg verwendet. Ahorn mit stark welligem Faserverlauf, sog. Riegelahorn, erzeugt eine ästhetisch besonders wertvolle Maserung, die sog. Flammung, und ist daher besonders gefragt.

Abstrich

Als Abstrich wird die Strichart bezeichnet, bei der der Bogen nach rechts, in der Richtung Frosch-Spitze bewegt wird. Der Strich in Gegenrichtung heißt Aufstrich. Der Abstrich wird bei Instrumenten der Violinfamilie vorwiegend für betonte Zählzeiten eingesetzt, z. B. für den ersten Ton eines Taktes.